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Nico Rose beim Bundesparteitag 2018 der FDP

Nico Rose | Christian LindnerWie im vergangenen Jahr war Dr. Nico Rose als Mitglied des Wirtschaftsforums der FDP Gast beim Bundesparteitag in Berlin. Neben vielen angeregten Gesprächen und einem Wiedersehen mit Parteifreunden wie Lencke Steiner (ehemals „Höhle der Löwen“) und dem Bundesvorsitzenden Christian Lindner stand auch ein wenig Arbeit auf dem Programm. Noch vor dem offiziellen Start des Parteitags fand um 09:00 das „Female Morning Meeting“ statt, bei dem die Ergebnisse einer Umfrage unter weiblichen Parteimitgliedern diskutiert wurden (ntv berichtet). Neben dem Bundesgeschäftsführer Marco Mendorf, der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte und das Meeting moderierte, war Nico Rose gemeinsam mit dem ehemaligen Telekom-Vorstand und MdB Thomas Sattelberger einer der wenigen anwesenden Männer.

Nico Rose | Lencke SteinerDie Parteispitze möchte den Frauenanteil unter den Mitgliedern wie auch Mandatsträgern erhöhen – und hält angesichts dieser Aufgabe auch (noch nicht näher definierte) Quotenregelungen nicht für völlig abwegig – was in einer liberalen Partei natürlich für kontroverse Diskussionen, vor allem auch unter den Frauen selbst, sorgt.

Nico Rose hatte hierzu in einem längeren Beitrag Stellung bezogen. Auch wenn Quoten alles andere als ein Allheilmittel sind, hält er diese für einen Übergangszeitraum von wenigen Jahren für ein durchaus probates Mittel – zumal jede Partei, nicht nur die FDP, durch Besetzungen nach „Lokalproporz“ sowieso implizite Quoten zur Besetzung von Ämtern und Mandaten nutzt.

Christian Lindner nam das Thema während seiner rund 90-minütigen Rede jedenfalls mit Humor…

 

Positive Leadership: Über den Einsatz von Positiver Psychologie in der Führung

Nico Rose | Kim Cameron

Nico Rose | Kim Cameron

Seit die Positive Psychologie um das Jahr 2000 von Martin Seligman und einigen Mitstreitern ins Bewusstsein der Welt gehoben wurde, haben sich naturgemäß viele Teildisziplinen herausgebildet. Jene Forschung, welche sich mit der Anwendung der Positiven Psychologie in Organisationen und im Management beschäftigt, wird mittlerweile Positive Organizational Scholarship (POS) genannt. Ein Teil der POS wiederum widmet sich dem Aspekt der (interpersonellen) Führung und wird Positive Leadership genannt. Am engsten verbunden mit diesem Konzept ist Kim Cameron von der University of Michigan. Er hat dort, gemeinsam mit Kollegen wie Bob Quinn und Jane Dutton, das Center for Positive Organizations gegründet.

Was ist Positive Leadership?

Es gibt bislang keine einheitliche Definition von Positive Leadership. Vielmehr handelt es sich um ein Sammelsurium von Denkweisen und „Werkzeugen“, welches aus allgemeinen Prinzipien der Positiven Psychologie abgeleitet wurde. Daher möchte ich mich an dieser Stelle darauf beschränken, einen zentralen Ansatz (oder besser: eine Haltung) vorzustellen, die durch Kim Cameron in die POS eingeführt wurde und als übergreifendes Ordnungsprinzip dienen mag.

Die Suche nach Positiver Devianz

Unternehmen als (soziale) Systeme sind auf Selbsterhaltung ausgerichtet, sprich: sie reproduzieren sich immer wieder selbst durch Kommunikation, durch formelle und informelle Strukturen, explizite und implizite Wertegerüste – und natürlich durch formelle sowie informelle Prozesse. Damit dieser Reproduktionsprozess – unabhängig von konkreten Protagonisten – gelingt, definieren Unternehmen, ebenfalls explizit und auch implizit, was „normal“, also in der Norm, ist.

In diesem Sinne beschäftigen sich Führungskräfte und Manager zu einem nicht unwesentlichen Teil ihrer Zeit damit, negative Abweichungen von Normen zu addressieren und zu korrigieren. Im Management-Sprech wird dies häufig mit dem Begriff „Brände löschen“ bezeichnet. Ähnlich wie in der Medizin geht also um eine Art pathologischen Blick auf das Unternehmen. Vereinfacht gesagt geht man auf die Suche nach Elementen, die nicht (mehr) funktionieren und bemüht sich, diese wieder in den Normbereich zu bringen (in der Medizin = kurativer Ansatz).

Seinen Ursprung fand diese Denkweise in Frederick Taylors „Scientific Management“, wonach die Führungsebenen die (Produktions-)Prozesse eines Unternehmens in kleine reproduzierbare Schritte gliedern sollten, so dass die Arbeiter, ähnlich Drohnen, immer die wenigen gleichen Handgriffe zu erledigen hatten. Auch für das Feld der maschinellen Produktion, vor allem im Bereich des Qualitätsmanagements, spielt dieser Ansatz eine herausragende Rolle.

Eines der bekanntesten Qualitätsmanagement-Systeme wird unter dem Label „Six Sigma“ vermarktet. Der Begriff ist der Sprache der Statistik entlehnt. Der griechische Buchstabe Sigma steht für das Konzept der Standardweichung, durch welche festgelegt wird, ab wann ein Wert einer Verteilung als „nicht mehr durchschnittlich“ bezeichnet werden kann. Konkret wird im Rahmen von „Six Sigma“ angestrebt, dass Prozessfehler nicht häufiger als in 0,00034% aller Fälle auftreten. An dieser Vorgehensweise ist per se nicht verkehrt, sie ist darauf ausgerichtet, Fehler zu minimieren und Effizienz zu fördern – dies sind grundsätzliche Ziele jedes Unternehmens. Allerdings birgt dieser Ansatz auch Gefahren.

Organisationen ignorieren zumeist, was „abnorm gut“ ist

Nico Rose | Robert Quinn

Nico Rose mit Professor Robert Quinn

Unternehmen haben naturgemäß begrenzte Ressourcen. Das gilt für Finanzmittel und Personal, aber genauso für die „Management Attention“, also die Menge an bewusster Aufmerksamkeit, mit der sich die Leitungsebene bestimmter Themen annehmen kann. Wenn nun ein Großteil dieser kritischen Ressource dafür aufgewendet wird, negative Abweichungen zu korrigieren, bleibt nicht mehr genug Aufmerksamkeit, um auf Verhalten oder Prozesse zu achten, die bereits außergewöhnlich gut funktionieren.

Der Positive Leadership-Ansatz rät Führungskräften allerdings, genau das vermehrt zu tun. Ähnlich wie in der Medizin in den 1980er-Jahren in Abgrenzung zur Pathogenese die Denkweise der Salutogenese aufgekommen ist (die Suche Faktoren, die unsere Gesundheit mehren – im Gegensatz zu Faktoren, die Krankheiten beseitigen), richtet sie den Blick auf jene Bereiche des Unternehmens inklusiver zugehöriger Mitarbeiter, wo bereits „alles in bester Ordnung“ ist. Es geht also um eine Art Stärkenorientierung auf organisationaler Ebene.

Diese Empfehlung beruht auf der folgenden Annahme: Es gibt Grund zu der Vermutung, dass organisationales Bewusstsein letztlich organisationales Sein erzeugt. Im Amerikanischen heißt es dazu: „Energy grows where attention goes“. Anders gesagt: Unternehmen, die auf das fokussieren, was fehlerhaft ist, bewirken damit unter Umständen das Auftreten von noch mehr Fehlern. Unternehmen, die ihr Bewusstsein in Richtung dessen verschieben, was bereits außergewöhnlich gut ist, erzeugen mitunter ebenfalls mehr desselben.

Auf lange Sicht geht es bei Positive Leadership also darum, den Anspruch und das Bewusstsein der gesamten Organisation zu verschieben. Ziel ist es, den Bereich des Normalen so oft wie zu verlassen und über alle Haltungen, Produkte und Prozesse so oft als möglich die Sphäre des außergewöhnlich Positiven zu betreten. Die folgende Grafik, welche ich von Professor Kim Cameron übernommen habe, mag dies zusammenfassend verdeutlichen.

Nico Rose | Positive Devianz | Positive Psychologie

Visual Statement No. 16: Pygmalion

Nico Rose | Keynote Speaker | Positive Psychology

Re-Slicing the Happiness Pie: How much of our Well-Being can be Influenced through Intentional Activities?

Last week, I gave a presentation on leading with meaning at the third conference of the DGPPF (German Association for Research on Positive Psychology) at Ruhr-Universität Bochum. The opening keynote was delivered by Prof. Dr. Maike Luhmann who researches, among other issues, the impact of life events on life satisfaction. She shared some very intriguing data on what can change our life satisfaction markedly and for longer periods of time (e.g., unemployment) and what doesn´t (e.g., your favorite soccer team winning a big game). At one…

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Get a University Degree in Positive Psychology in German

People often approach me to ask where they can study Positive Psychology in German and get an “official” degree from a University, not from a private institution. Last week at a research conference, I ran into Prof. Willibald Ruch from UZH | Zurich University, who´s among the “big shots” in the field with respect to all things (VIA) character strengths. He´s worked directly with the late Christopher Peterson on some papers. Willi made me aware of a 2-semester course on Positive Psychology they run at UZH.…

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Beitrag auf LinkedIn Pulse über stressfreie Bewerbungsprozesse

Im Nachgang zu seinem Beitrag als Panelist bei der Konferenz Intersect 2018 in Mountain View wurde Dr. Nico Rose vom Ausrichter Udacity gebeten, letzte Woche eine Ask Me Anything (AMA) Videokonferenz für Absolventen der innovativen Lernplattform zu halten – es ging um das Thema Bewerbungserfolg. Im Nachgang zu dieser Session hat er noch eine Gedanken dazu auf LinkedIn Pulse festgehalten (auf Englisch).

Dr. Nico Rose | Udacity Intersect

Vortrag an der Ruhr-Uni Bochum | Eckart von Hirschhausen

Dr. Nico Rose hat heute einen Vortrag über KAARMA-Leadership im Rahmen des 3. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Positiv-Psychologische Forschung (DGPPF) gehalten. Dabei ergab sich auch ein kurzer Austausch mit dem Autor, Kabarettisten und TV-Moderator Eckart von Hirschhausen, welcher die abendliche Keynote hielt.

Nico Rose | Vortrag | DGPPFNico Rose | Eckart von Hirschhausen

Visual Statement No. 15: Über extrinsische Motivation

Dr. Nico Rose | Keynote Speaker | Positive Psychologie

Get Your “Meaningful May” Calendar from Action for Happiness now

Another month, another beautifully crafted calendar by our friends from Action for Happiness, full of suggestions for a happier and more meaningful life – based on Positive Psychology. You can download a version in high-resolution here.  

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Keynote in Helsinki | Treffen mit Esa Saarinen

Heute hat Dr. Nico Rose auf einer großen Coaching-Konferenz in Helsinki eine Keynote über Relationale Energie in Organisationen gehalten. Die Charts zum Vortrag finden sich hier. Nina Karlson hat dazu dieses fröhliche Graphic Recording gestaltet:

Am Abend vor dem Event hatte er außerdem die große Ehre, mit Professor Esa Saarinen und seiner Frau zum Dinner zu gehen. Esa ist Philosoph und eine Berühmtheit in Finnland. Nico Roses Arbeit als Coach und Veränderungshelfer ist immer wieder von Esas Gedanken inspiriert worden – umso bedeutender war das Treffen für ihn, nachdem sich die beiden 2013 an der University of Pennsylvania kennengelernt hatten.

Nico Rose | Esa Saarinen | Helsinki

FEEDBACK

Wir haben Herrn Dr. Rose als Speaker im Rahmen unserer "Lunch & Learn"-Reihe zum Thema Positive Psychologie eingeladen. Die Zuhörer waren alle sehr begeistert. Nico Rose versteht es bestens, das Thema aus wissenschaftlicher Sicht zu beleuchten, gleichzeitig aber einen sehr lebendigen Vortrag zu gestalten, aus dem jeder ganz konkret für sich und seinen Berufsalltag etwas mitnehmen kann. Er schafft es, das Publikum jederzeit mit einzubeziehen und für das Thema zu begeistern. Eine Impulsveranstaltung im besten Sinne und ein Vortrag, der nachwirkt.
Ravensburger AG
Ravensburg

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18.06.2018
„Ich empfehle jedem Unternehmen, sich zunächst um seine #Kernprozesse, vor allem um ein effizientes #Bewerbermanagement, zu kümmern. Das ist wichtiger, als irgendetwas Lustiges auf YouTube oder Facebook zu posten.“ https://t.co/Xp7meO9lzA https://t.co/Mp18khPfHA DrNicoRose photo
18.06.2018
RT @westpress_de: Ach, schön war es – die #deep18. Heute noch mal ausführlicher in Worten und Bildern. https://t.co/Agt8YTsWmJ
18.06.2018
RT @JeremyCliffe: 1. Crime in Germany hit a 30-year low in March
2. Merkel remains the most popular politician in Germany
3. AfD flat on pr…
18.06.2018
Heute mit @XING_de in Hamburg über den Dächern der #Reeperbahn. Auf der Dachterrasse habe ich mich sofort heimisch gefühlt... @Wacken https://t.co/JtyaT07TO4 DrNicoRose photo