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Das Positive und das Negative in der Positiven Psychologie: Kontinuum oder unabhängige Dimensionen?

Die Positive Psychologie geht davon aus, dass das Positive und das Negative in Beziehung zueinander stehen, aber nicht auf einem einfachen Kontinuum verortet sind. Sprich: Das Negative zu beseitigen führt nicht automatisch zur Anwesenheit des Positiven.

  • Die Mittel und Wege, um Menschen mit psychologischen oder körperlichen Einschränkungen zu helfen, sind nicht die gleichen, die Menschen dabei unterstützen, von einem normalen Zustand zu einer Bewegung des Aufblühens zu gelangen.
  • Die Mittel und Wege, um ein ehemals erfolgreiches Unternehmen zu sanieren, sind nicht die gleichen, die man benötigt, um ein mäßig, aber stabil erfolgreiches Unternehmen in Richtung Marktführerschaft zu steuern.

Dass die Konzeption vom Negativen zum Positiven als einfaches Kontinuum nicht stimmig ist, lässt sich auch daran ablesen, dass beide Entitäten zur gleichen Zeit am gleichen Ort (bzw. im gleichen Individuum) existieren können. Wir sind in der Lage, Menschen gleichzeitig zu lieben und zu hassen. Eine gewisse Reife vorausgesetzt, verstehen wir, dass wir ein Bündel aus Stärken und Schwächen sind, die nur bedingt miteinander verwandt sein müssen. Wir können Schmerzen in einem bestimmten Teil des Körpers empfinden und uns trotzdem im Großen und Ganzen wohlfühlen. Ebenso können wir in einem bestimmten Umfang psychologisches Leid und Glück zur gleichen Zeit empfinden. Zu dieser Erkenntnis kommt auch Corey Keyes (2002) auf Basis einer Studie, die mit rund 2000 US-Amerikanern durchgeführt wurde. Manche Menschen weisen starke Anzeichen einer psychischen Krankheit auf und sind trotzdem auf verschiedenen Ebenen des Lebens erfolgreich. Andererseits gibt es Menschen, die eindeutig keine psychologischen Einschränkungen erleben, jedoch auch wenig Anzeichen eines erfüllten Lebens aufweisen (z. B. ausgeprägtes Sinnerleben).

Die Gleichzeitigkeit von positiven und negativen Aspekten gilt umso mehr für komplexe Gebilde wie Organisationen. Jeder, der schon einmal in einem solchen System gearbeitet hat, versteht, dass es sich dabei um eine Melange aus Licht und Schatten handelt. Vieles funktioniert gut, denn sonst könnte die Organisation nicht am Markt bestehen. Anderes läuft so lala. Und in jedem Unternehmen finden sich auch Prozesse, Systeme und Mitarbeiter, die dem Gesamtsystem mehr schaden als nutzen. Die große Frage in Anbetracht knapper Ressourcen wie Budget und Aufmerksamkeit ist dann, worauf Führungskräfte ihre Aufmerksamkeit richten sollten, um ihr Unternehmen in eine gute Zukunft zu führen.

Das Kräfteverhältnis von positiver und negativer Dimension

Ich lade Sie nun zu einem Gedankenexperiment ein. In der Abbildung sehen Sie zwei Superhelden bzw. -heldinnen. Ich werde nun die unterschiedlichen Eigenschaften dieser Heroen beschreiben. Nachdem Sie dies gelesen haben, bitte ich Sie, sich mit der folgenden Frage zu beschäftigen: Wenn ich für einen Tag oder eine Woche in die jeweilige Rolle schlüpfen könnte – für welche Seite würde ich mich entscheiden?

Superhelden | Nico Rose | Arbeit besser machen

Der linke Superheld mit dem roten Cape ist von klassischer Bauart. Stellen Sie ihn sich als abnorm stark und weitgehend unverwundbar vor, entweder aufgrund seiner Natur (wie Superman) oder fortschrittlicher Technik (wie Batman). Demgemäß ist er versiert darin, Babys aus einstürzenden Wolkenkratzern zu retten – und natürlich böse Jungs (sehr selten auch: böse Mädchen) zu vermoppen. Hat er das in seiner vortrefflichen Art und Weise getan, hat er allerdings auch seine Schuldigkeit getan. Zusammengefasst: Dieser Held ist stark und kann daher das Böse in der Welt in Schach halten – sieht es aber nicht als seine Aufgabe an, Schönes, Neues und Gutes in die Welt zu bringen.

Den rechten Superhelden mit dem grünen Cape dürfen Sie sich als eine Art Glücksbärchi vorstellen: gutmütig, hilfsbereit, aber auch klein und schwach. Ein Comic-Oberschurke könnte ihn binnen Sekunden vom Angesicht dieser Erde pusten. Dafür hat er wie alle Glücksbärchis eine andere Superkraft: Er kann Glücksstrahlen erzeugen, die beispielsweise dafür sorgen, dass Menschen Freundschaften und Liebesbeziehungen eingehen. Zusammengefasst: Dieser Held ist schwach, kann jedoch Schönes, Neues und Gutes in der Welt bringen – ist anderseits jedoch mehr oder weniger machtlos im Angesicht des Bösen. Wie entscheiden Sie sich? Bitte denken Sie eine Weile darüber nach. Überlegen Sie auch, auf Basis welcher Kriterien Sie die Entscheidung treffen. Sprich: Was ist attraktiver an der jeweiligen Alternative?

Vor dieses Dilemma stelle ich regelmäßig auch die Gäste meiner Vorträge und Workshops und bitte die Gruppe anschließend, ihre Präferenz durch Handzeichen zu signalisieren. In aller Regel entscheiden sich 70 bis 80 Prozent der Menschen für das grüne Cape – wenn ich vor Personalern spreche, gerne auch mal über 90 Prozent. Für eine Weile das rote Cape überzustreifen, erscheint nur einer Minderheit attraktiv. Die meisten Menschen, die sich für das rote Cape entscheiden, finden die Stärke dieser Option verlockend; sie bekommen einen Glanz in den Augen, wenn sie über die Möglichkeit sprechen, »mal so richtig aufräumen« zu können. Die grüne Fraktion hingegen betont oft, dass der Fokus auf das Positive eher ihrem Naturell entspreche – und dass es insgesamt sinnstiftender erscheint, sich dafür einzusetzen, das Gute in der Welt zu mehren. Auf dieses Argument entgegnet die rote Fraktion regelmäßig, dass mehr Raum für das Wachstum des Guten besteht, nachdem das Böse erfolgreich zurückgedrängt wurde. Die Fans des grünen Capes betonen indes, dass es eben nicht ausreiche, sich nur dem Bekämpfen des Schlechten zu widmen, weil das Gute im Anschluss nicht von alleine wachse.

Wir brauchen beide Seiten

Der Punkt ist: Beide Seiten haben recht bzw. gute Gründe für ihren jeweiligen Standpunkt. Mit etwas Bedacht könnte eine gute Antwort wie folgt lauten: Wir alle brauchen ein reversibles Cape, rot auf der einen, grün auf der anderen Seite. Die starke, harte, kämpferische Seite hat sehr wohl ihre Berechtigung:

  • Sollten Sie je einen Herzstillstand erleiden, dann werden Sie vermutlich dankbar sein, wenn Sie jemand Fachkundiges mit einem Defibrillator traktiert, nicht mit Schüßlersalz Nummer 7.
  • Sollten Sie jemals einem Zustand anhaltender Niedergeschlagenheit anheimfallen, der über schlechte Laune an ein paar Tagen hinausgeht, dann werden Sie es möglicherweise in Erwägung ziehen, Psychopharmaka einzunehmen, um sich wieder in einen funktionalen Zustand zu bringen.
  • Wenn ein Unternehmen in eine grundsätzliche Schieflage gerät, helfen bisweilen harte Einschnitte, um wieder Raum für neues Wachstum zu schaffen.

Es bleibt allerdings ein Fakt, dass die Mittel, Wege und Ziele des roten Superhelden vor allem Symptome bekämpfen und auf das Vergangene bzw. die Gegenwart gerichtet sind. Für die Ausgestaltung einer erstrebenswerten Zukunft reicht er allein nicht aus. Ich werde die Metapher vom roten vs. grünem Cape im Laufe dieses Buches immer wieder einmal bemühen. Sie spiegelt ein Stück das zuvor angeschnittene Verhältnis von Pathogenese und Salutogenese wider.

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Der Text ist ein gekürzter Abschnitt aus Nico Roses neuem Buch Arbeit besser machen.

Neuer XING-Insider-Beitrag: Über die Kunst des Vertrauens

In dem Beitrag schildert Nico Rose ein prägendes Ereignis mit seinem früheren Chef bei Bertelsmann, das ihn viel über Vertrauen und gute Führung gelehrt hat.

Auf den Schultern welcher Riesen steht die Positive Psychologie?

Die Positive Psychologie ist 1998 nicht einfach vom Himmel gefallen. In Martin Seligmans Forschungsarbeit zeichnet sich über 20 Jahre eine fortschreitende Haltungsänderung ab. Er wurde Ende der 1960er-Jahre in der Welt der Psychologie fast über Nacht berühmt mit einem Konzept, das als erlernte Hilflosigkeit bekannt ist. Seligman konnte durch Experimente mit Hunden nachweisen, dass diese durch Bestrafung mit leichten Stromstößen in einen der Depression ähnlichen, apathischen Zustand getrieben werden können – wenn sie verlernen, dass sie Kontrolle über ihre Umwelt ausüben können (Seligman & Maier, 1967). Später wies er mit seinen Kollegen, freilich ohne Stromstöße, ähnliche Dynamiken beim Menschen nach (Abramson, Seligman, & Teasdale, 1978). In diesem Sinne gründet sein früher akademischer Ruhm unverkennbar auf der auf Negativ-Phänomene fokussierenden Psychologie.

Ende der 1970er-Jahre wandte er sich, noch vornehmlich um die Behandlung von Depressionen bemüht, einem Phänomen zu, das in der Psychologie als Attributionsstil bekannt ist. Vereinfacht gesagt geht es um die Frage, wie Menschen sich all das erklären, was in ihrem Leben tagein tagaus passiert. Grundsätzlich lassen sich ein optimistischer und ein pessimistischer Stil unterscheiden. Seligman und Kollegen konnten zeigen, dass ein pessimistischer Attributionsstil oft bei Menschen mit einer akuten Depression vorherrscht – bzw. dieser sogar kausal vorausgeht. Mit der Zeit wurde klar, dass der Attributionsstil von Menschen allerdings nicht in Stein gemeißelt ist, sondern z. B. auf Psychotherapie anspricht (Seligman et al., 1988). Darüber gelangte Seligman zu einer wichtigen Erkenntnis: Wenn Menschen lernen können, pessimistisch zu denken, dann sollte es auch möglich sein, sich über die Zeit optimistische Erklärungsmuster anzueignen. Die Forschung rund um diese Frage beschreibt er in seinem Buch »Learned Optimism« von 1991. Es geht dem offiziellen Gründungsimpuls der Positiven Psychologie also um einige Jahre voraus.

Die frühe Welle

Ebenfalls in diese zeitliche Periode fallen wichtige Forschungsarbeiten von herausragenden Psychologen wie Albert Bandura, Mihály Csíkszentmihályi, Edward Deci und Richard Ryan, Ed Diener, Ellen Langer oder Carol Ryff und Corey Keyes.

  • Albert Bandura zählt zu den am meisten zitierten Psychologen aller Zeiten, u. a. für seine Forschung über Selbstwirksamkeit (1982), quasi die akademische Variante des Henry Ford zugeschriebenen Bonmots »Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.«
  • Mihály Csíkszentmihályi hat, wie bereits erwähnt, die Forschung rund um das Flow-Konzept begründet (1975).
  • Edward Deci und Richard Ryan haben über die Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation geforscht. Basierend darauf entwickelten sie die Selbstbestimmungstheorie menschlicher Motivation (1985).
  • Ed Diener spielt eine herausgehobene Rolle in der Positiven Psychologie mit seinen Forschungsarbeiten rund um subjektives Wohlbefinden (1984). Zudem war er Hauptautor des am weitesten verbreiteten Forschungsinstruments rund um psychologisches Wohlbefinden, der »Satisfaction With Life Scale« (Diener, Emmons, Larsen, & Griffin, 1985).
  • Ellen Langer hat Weltruhm erlangt, einerseits mit ihrer Arbeit zu Kontrollüberzeugen (1975), später auch zu Achtsamkeit und Meditation (1989).
  • Carol Ryff und Corey Keyes haben ein Konzept des psychologischen Wohlbefindens (1995) entwickelt, das einen gewissen Einfluss auf Seligmans PERMA-Modell hatte.

Darüber hinaus sind frühe Konzepte der Positiven Psychologie beeinflusst von der sogenannten Kognitiven Therapie, insbesondere nach Aaron »Tim« Beck – z. B. die Idee, dass wir durch die Veränderung von Denkmustern unsere Gefühle beeinflussen können (Beck, Rush, Shaw, & Emery, 1979). Ebenfalls hohe Anerkennung genießt die Arbeit von Viktor Frankl, Begründer der Sinnforschung und der Logotherapie (1984). Auch der Psychologe und Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften von 2002, Daniel Kahneman, wird zu den Wegbereitern der Positiven Psychologie gezählt, in erster Linie aufgrund des Buches »Well-Being: The Foundations of Hedonic Psychology« (1999), das er gemeinsam mit Ed Diener und Norbert Schwarz herausgegeben hat.

Ein gespanntes Verhältnis zur Humanistischen Psychologie

Als wichtige Inspiration für die Positive Psychologie sollte außerdem die Humanistische Psychologie genannt werden, die heute vor allem mit Lichtgestalten wie Abraham Maslow, Carl Rogers, Virginia Satir und Erich Fromm assoziiert wird. Maslow und Rogers sind bis heute präsent durch ihre bahnbrechenden Ideen. Abraham Maslow hat bis heute großen Einfluss durch seine Arbeiten über menschliche Bedürfnisse und das Konzept der Selbstaktualisierung (1943), Carl Rogers spielt als Begründer der Klientenzentrierten Therapie (1941) weiterhin eine große Rolle im Bereich der Psychotherapie. Ähnliches gilt für Virginia Satir, eine der wichtigen Impulsgeberinnen für die Familientherapie (1967). Erich Fromms Werk ist breit angelegt, er wirkt bis heute nach, insbesondere durch Weltbestseller wie »Escape from Freedom« (1941) und »To Have or to Be?« (1976).

Obgleich sich die Humanistische Psychologie und die Positive Psychologie in ihren Zielen sehr nahestehen (Potenzialorientierung und Fokus auf »das Gute« im Menschen), bestand von Anfang an ein – aus meiner Sicht: leider – gespanntes Verhältnis zwischen beiden Disziplinen. Unglücklicherweise äußerten sich Seligman und Csíkszentmihályi im Gründungsmanifest der Positiven Psychologie (2000), im Bemühen um eine Abgrenzung zwischen den Strömungen, latent abfällig über die Humanistische Psychologie. Insbesondere wurde der Mangel an Stringenz und hochqualitativer empirischer Forschung bemängelt (S. 7). Viele Vertreter der Humanistischen Psychologie sahen darin eine Herabwürdigung der Pionierarbeit, die in ihrer Disziplin geleistet wurde.

Der verunglückte Start in der Beziehung beider Felder wirkt bis heute nach. In seiner Autobiografie entschuldigt sich Seligman (2018) sogar für diesen Ausrutscher (S. 268). Obgleich die Spannungen zwischen den Vertretern der Humanistischen und der Positiven Psychologie abgenommen haben und bisweilen eine stärkere Verzahnung gefordert wird (Schneider, 2011), sehen manche Protagonisten eine Unversöhnlichkeit beider Disziplinen, die mit zu starken Differenzen in Bezug auf das zugrundeliegende Menschenbild, die Konzeption eines guten Lebens und auch die Forschungsmethoden begründet werden. Waterman (2013) empfiehlt in dieser Hinsicht, die Felder sollten sich unabhängig voneinander weiterentwickeln.

Ältere Einflüsse

Als wichtige frühere Einflüsse werden zudem regelmäßig Menschen wie William James genannt, der vielen US-Amerikanern als Gründervater der modernen Psychologie gilt (1890), außerdem Autoren wie Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und Walt Whitman (Becker & Marecek, 2008), allesamt Vertreter des Individualismus. Zudem beziehen sich einige Positive Psychologen bisweilen auf griechische und römische Philosophen der stoischen Tradition und die Schriften des Buddha (Lomas, 2016), meist in Bezug auf die Idee, dass Menschen ihren Geist bewusst ansteuern können, um wünschenswertere Erfahrungen zu ermöglichen. Schließlich finden sich auch Benjamin Franklin und Aristoteles häufig in den Quellen, meist im Hinblick auf ihre Ideen über ein tugendhaftes, selbstdiszipliniertes Leben im Einsatz für die Gemeinschaft (Peterson & Seligman, 2004).

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Der Text ist ein gekürzter Beitrag aus Nico Roses gerade erschienenem Buch Arbeit besser machen.

Nico Rose im Handelsblatt und mit neuem Fachbeitrag in der Zeitschrift OrganisationsEntwicklung

In der Wochenende-Ausgabe des Handelsblatt ist ein längeres Feature rund um die Entlassungswelle bei der Deutschen Bank erschienen. Hier kommt auch Nico Rose zu Wort – es geht u.a. um die Wichtigkeit von Übergangsritualen. Der Text ist auch online verfügbar.

Zudem erscheint heute die neue Ausgabe der Fachzeitschrift OrganisationsEntwicklung. Hier ist Nico Rose mit einem Beitrag über “relationale Energie” in Organisationen vertreten.

Nico Rose | Handelsblatt

Nico Rose im Podcast von “Zukunft Personal”

Der Podcaster und SAP-Personaler Jens Kollmann hat im Vorfeld zur diesjährigen Ausgabe der Messe “Zukunft Personal Europe” einige Interviews mit HR-Influencern geführt, darunter auch Dr. Nico Rose. Das Ganze findet sich hier.

Nico Rose | Zukunft Personal 2019

Neuer XING-Insider-Beitrag: 10 Missverständnisse rund um das Thema Sinn-Erleben bei der Arbeit

Zum Text bitte hier entlang.

Nico Rose mit Interview für den Karriereführer

In dem Interview geht es vor allem um den Zusammenhang von Change Management und Positiver Psychologie.

Nico Rose spricht in Bangkok auf Einladung von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus

Nico Rose | Muhammad Yunus | Social Business Day 2019Dr. Nico Rose hat auf Einladung von Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank* und Spiritus Rector der Social Business-Bewegung, am Social Business Day 2019 in Bangkok teilgenommen. Als Teil eines Panels über Glück und Wohlbefinden erläuterte er den rund 1.500 Gästen aus mehr als 50 Ländern unter anderem, wie sich Wohlbefinden aus Sicht der Positiven Psychologie definieren lässt (PERMA) und wie es um den Zusammenhang von positiven Emotionen und unternehmerischem Erfolg bestellt ist.

Das Panel wurde von Dr. Kerstin Humberg moderiert, einer Unternehmerin aus Berlin, die eines der 33 Interviews für Nico Rose gerade erschienenes Buch Arbeit besser machen beigesteuert hat. Als weiterer Panelist gesellte sich Jürgen Nagler hinzu, der für die UNO im Bhutan arbeitet und Experte für das dortige Prinzip der Steigerung des Bruttonationalglücks ist – als Ersatz für das zu einseitig empfundene Bruttosozialprodukt.

* Yunus wird häufig als „Banker der Armen“ bezeichnet. Er hat in den 1980er-Jahren in seiner Heimat Bangladesch begonnen, sogenannte Mikro-Kredite auszugeben – Kleinstbeträge, mit denen sich hauptsächlich Frauen eine unternehmerische Existenz aufbauen konnten. Dieses Prinzip hat vielen Millionen Menschen aus der Armut befreit, die bei regulären Banken keinen Kredit bekamen. Schüler von Yunus haben in den letzten 30 Jahren ähnliche Institutionen in weiteren Ländern aufgebaut, vornehmlich in Südostasien, aber auch in Afrika und Südamerika.

Nico Rose | Kerstin Humberg | Jürgen Nagler | Social Business Day 2019

Neuer XING-Insider-Beitrag: Best-of “Arbeit besser machen”

Der Beitrag liefert eine Reihe von prägnanten Zitaten aus Nico Rose Buch Arbeit besser machen, was gerade bei Haufe erschienen ist. Eine Leseprobe finden Sie hier.

 

Interview zu “Arbeit besser machen” mit Gero Hesse auf Saatkorn.

Der Employer Branding-Experte und Geschäftsführer der Personalmarketing-Agentur Territory Embrace, Gero Hesse, hat Nico Rose rund um die Erscheinung seines Buches Arbeit besser machen interviewed. In dem Blog-Beitrag werden außerdem drei Exemplare des Buches verlost.

FEEDBACK

Dr. Nico Rose gelingt es in seinen Vorträgen, sein Publikum mitzunehmen und zu begeistern. Mit seiner offenen, lockeren und sympathischen Art macht er auf anschauliche Weise auch komplexe Themen für jedermann verständlich – unterstützt durch seine bildhafte Sprache. Uns gefiel sein Vortrag zum Thema Generation Y so gut, dass wir ihn gleich für eine weitere Veranstaltung mit anderem Adressatenkreis verpflichten haben. Er ist ein Gewinn für jede Veranstaltung.
IHK Köln + Arbeitgeber Köln e.V.
Köln

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15.09.2019
In other words, when rules are harder to understand, and more burdensome to follow, people are prone not to comply. Sure, it sounds like common sense. But if you like at many organizations, such common sense is uncommon. #frictionproject https://t.co/i1JPZA8Bk9
15.09.2019
„In der kommenden Woche beginnt im finnischen Städtchen Kerava ein Sprachkurs zum Thema „ #Rammstein-Deutsch“. Teilnehmer [...] dürfen sich dabei mit dem Werk der Berliner Band [...] auseinandersetzen und so die deutsche #Sprache erlernen“ https://t.co/wxouiAjfYO @RSprachrohr