Nico Rose im Café

Reflexion: Das Prinzip Hoffnung in der Positiven Psychologie

Im Nachgang zu meinem Post über Meliorismus von vor paar Tagen folgt hier noch eine interessante Ergänzung aus der Positiven Psychologie. Es gibt unter diesem Dach eine eigene Theorie davon, was Hoffnung im Kern bedeutet.

Im Alltagssprachgebrauch ist damit die Überzeugung gemeint, dass die Dinge die schon irgendwie gut ausgehen werden — insgesamt eine eher passive Konnotation, wenn auch nicht unwichtig. In der Theorie nennen wir sie WillPower.

Diese wird nun ergänzt durch ein Pendant: WayPower. Damit gemeint ist das gezielte Suchen nach Mitteln und Wegen, um den erwünschten Zustand auch aus eigener Kraft zu erreichen. Diese Seite steht für das aktive Handeln unter dem Oberbegriff der Hoffnung.

Wenn sie auf diese Art und Weise erfasst wird, zeigt Hoffnung in einer Metaanalyse einen signifikant positiven Zusammenhang mit der Arbeitsleistung und -zufriedenheit von Menschen — wobei der Zusammenhang bei weiblichen Personen etwas stärker ist als bei männlichen.


Quelle:

Reichard, R. J., Avey, J. B., Lopez, S., & Dollwet, M. (2013). Having the will and finding the way: A review and meta-analysis of hope at work. Journal of Positive Psychology, 8(4), 292-304.

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