Das Schlimmste an einer Depression ist: Über die Zeit kann sich eine Distanz zwischen dir und selbst jenen Menschen aufbauen, von denen du weißt, dass sie dich lieben — und dass sie dir unbedingt helfen wollen.
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. So mancher Ratschlag, der genau richtig für Menschen ist, die mal „schlecht drauf“ sind, kann für jemanden mit ausgewachsener Depression wie der blanke Hohn klingen. Dann geht es dir nicht nur saudreckig — du fühlst dich auch noch gnadenlos unverstanden.
Hier drei Sätze, die betroffene Menschen recht häufig zu Ohren bekommen — aus wohlwollender Intention:
Alle drei Ratschläge haben durchaus etwas für sich. Aber sie können auch mehr zusätzlicher Schlag als Rat sein. Was Depressionen mit dir machen können:
Die o.g. Distanz kann sich daher auch beidseitig äußern. Es kann für Angehörige ungeheuer frustrierend sein, wenn die depressive Person zunehmend unerreichbar scheint.
Daher ist professionelle Begleitung so wichtig.
